Mein Leben in Seminaren

Start: Der Trinergy-NLP Practitioner mit Roman Braun

Lebenslanges Lernen – für mich nicht nur ein leeres Wort, sondern ein fester Vorsatz. Im Jänner die Uni beendet, möchte ich mich auch weiterhin bilden. Mal schauen, wie das so ganz ohne schulischen und akademischen Druck funktioniert. Das erste Seminar nach meiner studentischen Laufbahn sollte also der „Trinergy-NLP Practitioner“ von und mit Roman Braun werden. Vor einigen Jahren habe ich bereits das „Kompakt“-Seminar dazu besucht. War ganz amüsant. Also mal schauen, was mir die zehn Tage Selbstfindungs-Seminar bringen.

// Tag 1

Heute gegen 10 Uhr ging der NLP-Practitioner bei Trinergy International los. Roman Braun startete gleich mit einer Lebensweisheit: Das Schwierigste ist nicht das Neue, sondern das Loslassen des Alten. Das stimmt wohl, wenn ich mir meinen überfüllten Kleiderschrank so ansehe… Bis jetzt finde ich das Seminar ziemlich klassisch: Das Publikum sitzt auf mehr oder weniger bequemen Sesseln und hört Roman Braun zu. Um elf gab es eine Diashow, danach einen Film – „Leben in der Schachtel“. Mhm, noch bin ich mir nicht sicher, was Roman Braun uns damit sagen möchte. Lebe ich in einer Schachtel? Wir sprachen weiter über den Körper, genau genommen über das Reproduzieren von Gliedmaßen. Ich wusste gar nicht, dass ein Embryo, der eine Gliedmaße verloren hat, vollständig geboren werden kann – vorausgesetzt, er verlor sie in der 1. Woche. Der menschliche Körper ist zu unglaublichen Dingen fähig, wir vergessen das oft. Logik hilft einem da nicht, erklärt uns Roman Braun. 12 Uhr und wir hatten noch keine Pause. Ich bin halb verhungert und werde unruhig. Die Inhalte waren ja bis jetzt ganz spannend, aber wo bleibt die Pause? Es geht weiter: Wir machen ein Experiment zwischen Mann und Frau, die miteinander sprechen. Es geht um das wie. Das lockert die Stimmung und es kommt Dynamik in die Gruppe. Ich bin schon gespannt, was wir noch alles machen werden. Nach einigen Beispielen von Projekten von Roman Braun kommen wir weiter zu einer nächsten Übung. Zum Glück müssen wir dazu aufstehen, längeres Sitzen liegt mir nicht. Wir gehen durch den Raum, sollen dabei still schweigend und unvorhersehbar durch den Raum gehen. Nächste Übung: Allen Personen, denen man im Raum begegnet direkt in die Augen schauen. Obwohl es still ist zwischen den Teilnehmern, ändert sich die Stimmung im Raum. Ich musste innerlich lachen als ich diese Veränderung wahrgenommen habe, eine emotional geladene Situation. Frauen kann ich ja ganz gut in die Augen schauen, aber Männern? Spannend. Warum ist das eigentlich so? Es muss doch was Normales sein, jemanden in die Augen zu schauen. Ich denke, das möchte Roman Braun uns mit dieser Aufgabe spüren lassen.

Gegen 13:30 knurrte mir schon der Magen, ich bin es – so wie die meisten vermutlich – gewöhnt, so um 13 Uhr herum zu Mittag zu essen. Leider war es erst um 14:30 soweit. Mir fällt eigentlich erst jetzt auf, wie konditioniert ich auf Uhrzeiten und Essen bin. Ich fühle mich wie eine Abhängige. Im Laufe des Nachmittags spricht Roman Braun viel über Trance und Trance-Zustände, was sie mit uns machen und wie sie positiv genutzt werden können. Unser Tag neigt sich dem Ende zu, um 18:40 tanzten wir, bis wir uns dann um 19:00 verabschiedeten. Ich ging mit einem positiven Gefühl und gefülltem Kopf aus dem Raum. Viele Eindrücke für den ersten Tag.

 

// Tag 2

Yeah – am Samstag um 10 Uhr schon vor Ort sein. Ich bin ja nicht gerade eine Frühaufsteherin, aber wenn ich meine Seminar-Reise durchziehen möchte, muss ich mich wohl in Zukunft darauf einstellen. Ich war heute schon etwas früher im Saal, ich habe nicht besonders gut geschlafen. 10 Uhr war es. Roman Braun trägt eine blaue Jeans, weiße Turnschuhe und ein buntes Hemd mit afrikanischen Figuren (ich sehe es noch immer vor meinem inneren Auge). Um 10:10, also mit 10 Minuten Verspätung, ging es dann los. Roman Braun zeigte uns einen Werbespot, in dem es um Hemden ging. Ich frage mich noch immer, ob das auffällige Hemd deshalb Absicht war? Schon am zweiten Tag fühlte sich der Practitioner wie eine Reise. Wie eine kleine Abenteuer-Reise. Ständig passierte etwas Neues und es gab auf den ersten Blick keine klare Route, aber ständig erfahre ich neue Eindrücke. Es fühlt sich ungewohnt an. Ich bin gespannt, wie es weiter geht. Der Vormittag des zweiten Tages drehte sich um Schmerzen, Drogen und Drogenfreiheit. Eine Überleitung zu anderen Abhängigkeiten – besonders von anderen Menschen. Ich habe Hunger und denke mir wieder: Ich bin eine Essens-Abhängige. (Heute war ich aber gerüstet: Zu Tringery geht man offensichtlich nicht ohne eine mundgerechte Ladung Schoki und Kekse) Wir erfahren jetzt: Heutiges Überthema ist Hypno-Rhetorik. Kurze Pause von 12:00 bis 12:30. Es geht weiter mit Beziehungsgeschichten. Schlagwort: Verbale Routinen – ich glaube, darunter kann nicht nur ich mir gut etwas vorstellen. Gerade deshalb war das Thema für mich besonders spannend. Es geht um unbewusste Dinge, die wir tun, und die Veranlagungen von Mann und Frau. Wie immer verwendet Roman Braun Theorien von verschiedenen Personen diesmal z.B. Schopenhauer. Wir springen zwischen den Themen hin und her, mal Mann-Frau Klischees dann wieder Trance.

13:30 – eine neue Übung beginnt. Über den Nachmittag arbeiten wir in wechselnden 3er-Gruppen und probieren die Methoden aus. Später folgt wieder ein Plenum und Roman Braun erzählt über Impulse – wie sie auftauchen, was hinter ihnen steht, welche Emotionen sie repräsentieren etc. Wieder wurden unzählige Personen rezitiert, diesmal unter anderem Herman Hesse. Mich verwirren so viele Namen ein wenig – ich merke mir ohnehin nur die, die man halt kennt… wie bei Jahreszahlen. 21:00 Uhr war der Tag dann zu Ende und ich hundemüde.

 

// Tag 3

Der Tag des Herrn. Um 10:15 ging es wieder los. Habe heute besser geschlafen, ich war aber auch ziemlich k.o. von dem langen gestrigen Tag. Roman Braun beginnt wieder mit Geschichten und Erlebnissen aus seinem Alltag. Von Kindern, Betriebsräten und Dingen, die in Aufzügen passieren, ist alles dabei. Wir kommen wieder zu Trance und provokativer Therapie – höre ich übrigens zum ersten Mal, der Ansatz gefällt mir aber. Noch eine Lebensweisheit habe ich zwischendurch aufgeschnappt, die mir gut gefällt: Großartige Ideen kommen von verrückten Denkern. Sehe ich genauso. Habe ich schon erwähnt, dass wir nach jeder Pause die Plätze, Stühle und Sitznachbarn wechseln (müssen)? Jep. Noch so eine neue Erfahrung. Ich gebe es zu: Ich bin ein Gewohnheitstier und liebe nun mal, immer wieder auf dem gleichen Sessel zu sitzen. Interessiert hier aber niemand. Es geht schließlich darum, das Gefühl, Neues auszuprobieren, zu genießen. Das finde ich eigentlich gut, schließlich ist mein Vorsatz lebenslanges Lernen – da werde ich wohl zwangsläufig auf neue Situationen schließen. Noch so ein Ding: Roman Braun hat die Aufgabe für jetzt und immer erteilt, dass man alle alltäglichen Routinen mal mit der anderen Hand oder in andere Richtung ausführen soll. Das klingt im ersten Moment banal, aber nachdem ich mir heute mit meiner linken Hand die Zähne geputzt habe, sehe ich das anders. Mein angepatztes Nachthemd ist mein Zeuge: Ich muss geschickter mit der Linken werden. Obwohl es nur so eine Kleinigkeit ist, fühlt es sich komisch an, mit der anderen Hand Zähne zu putzen. So kleine Verhaltensänderungen möchte ich jetzt öfter ausprobieren, klingt sehr vernünftig und hilft mir vielleicht, flexibler zu werden.

Nach einem sehr späten Mittagessen beim Asiaten um die Ecke des Seminarhotels („Yume“ kann ich übrigens sehr empfehlen) geht es wieder weiter mit Übungen am Nachmittag. Schon langsam erkenne ich eine Abfolge: Vormittag Plenum mit Roman Braun und Input. Nachmittag üben, üben, üben. Ich mag das. Natürlich dürfen die 3er Gruppen – ähnlich wie bei dem Sessel-Issue – nicht die immer die gleichen Personen sein. Das kontrollieren und protokollieren die sogar!! Dadurch übt man wirklich immer mit anderen Menschen aus dem Kurs. Als Gewohnheitstier finde ich das echt anstrengend. Das Gute daran ist aber, mittlerweile kenne ich echt viele, obwohl der Kurs beinahe 100 Menschen zählt.

// Tag 4

Mittlerweile fühle ich mich wie ein Trinergy Pro. Obwohl es bis jetzt nur vier Tage waren, fühlt es sich um einiges länger an. Daher möchte ich nun auch mehr Ordnung in diese Blogbeiträge bringen. Ab sofort möchte ich über jeweils einen Inhalt pro Tag berichten, der für mich am wichtigsten war sowie über meine Gefühlswelt während des Seminars. Gut, dann los J Also Roman Braun erwähnt immer wieder den „Happyness Advantage“. Damit ist gemeint, dass alle möglichen Dinge im Leben besser gelingen, wenn man Spaß dabei hat. Finde ich einen guten Ansatz. Glücklichsein. Ein möglicher Weg dazu ist über das „Reframing“ – eine Situation umdeuten. Hier spricht Roman Braun immer von WIDEG. Das bedeutet: „Wofür könnte das eine Gelegenheit sein?“ Bei den Beispielen, die er nennt funktioniert das ja immer ziemlich gut, aber lässt sich das tatsächlich für das eigene Leben umsetzen? Mal sehen.

Gefühlsmäßig bin ich aktuell ziemlich überwältigt. Die neuen Inhalte am Vormittag, die Übungen am Nachmittag und überhaupt die zahlreichen neuen Kontakte. Gar nicht erwähnt habe ich bis jetzt die Trinergy „Helferleins“. Neben Roman Braun sind immer auch andere geschulte Mitarbeiter und angehende Coaches und Trainerinnen vor Ort. Habe ich am Anfang gefunden, dass die meisten seltsam aufgewühlt sind, bemerke ich jetzt, dass sie seltsam gut gelaunt sind. Wie überall versteht man sich mit manchen besser und mit manchen schlechter. Ich habe meine Lieblinge auf jeden Fall schon gefunden.

Oh, außerdem haben wir fast jeden Tag Abendprogramm. Diesmal einen Tanz/Schauspiel-Workshop. Bei Trinergy muss man sich echt etwas trauen. Es hat mich wirklich große Überwindung gekostet, vor Menschen, die ich nicht einmal eine Woche kenne, echt unschöne Hüpf- und Tanzbewegungen zu machen. Da gibt’s nur ein Motto: „Muss da wurscht sein!“

 

// Tag 5

Ein neuer Tag im Trinergy-Kosmos. Ja, Kosmos. Denn nach fünf Tagen vergisst man den Alltagsstress und fühlt sich wie in einer Blase. Auszeit vom Beruf. Fein. Am Vormittag präsentierte Roman Braun wie üblich sehr viele Inhalte und Geschichten. Das mit dem Platzwechsel fällt mir mittlerweile gar nicht mehr schwer – ich muss auch nicht mehr neben meinen neugefundenen Favoriten-Bekanntschaften sitzen, ich freue mich auch über andere Gespräche. Zugegeben: Ich kann diese Prozedur besser akzeptieren, seitdem es für mich zur Gewohnheit geworden ist. Ja, wie schon erwähnt, ich bin eben ein Gewohnheitstier… Wieder kurz zum Inhalt:

Roman Braun hat uns heute das Prinzip der Akupulsur näher gebracht. Das ist so eine Art methodenübergreifende Heilart aus über hundert Methoden wie Akupressur, Kinesiologie, Qi Gong, Yoga, Tai-Chi, usw. Ich habe einen Hang zu solchen Dingen, vielleicht mache ich dazu auch mal ein Seminar?

In der Pause haben sich ein paar von uns im Wirtshaus gegenüber getroffen. Ganz ehrlich: Je besser das Essen, desto unfreundlicher sind die Kellner… Das nächste Mal wird’s wohl wieder der Asiate um die Ecke.

Nach der Pause gehen wir über zu einer Übung. Es geht darum, uns in andere Personen hinein zu versetzen. Eva macht es uns vor. Sie hat einen 3 ½ jährigen Sohn. Roman Braun bittet sie, sich eine Dramasituation vorzustellen – davon gibt es mit einem kleinen Kind sicherlich genügend (also, das ist rein meine persönliche Vermutung) – Eva soll sie nachbilden und sich in die Situation ihres Sohnes versetzen und eine Idee davon bekommen wie komplex diese Sache für ihren Sohn ist, wie viele Strömungen und Gefühle in dem Kleinen herrschen und wie sie als Mutter in solch einer Situation gesehen wird. Als kinderlose Frau kann ich mich persönlich nur schwer in ein Kind hineinversetzen. Eva macht das aber toll. Sie soll aus dem Zustand wieder herauskommen. Sie reflektiert diese Erfahrung und wir sprechen kurz darüber – diese Übung soll uns helfen, uns in Situationen besser zu etablieren. Vielleicht versuche ich das im Büro gleich mal mit meinen Kollegen, da gibt´s bestimmt Einiges zu lachen…

Endlich Mittagspause. Hab meine Pause wieder mit den anderen verbracht, dadurch verfliegt die Zeit nur so.

Am Nachmittag kommen wieder viele Informationen auf uns zu… Nonverbale Kommunikation, fortgeschrittene Verhandlungstechnik und alle relevanten Begriffe aus Fritz Perls Theorie der Gestalttherapie innerhalb von 20 Minuten… ganz schön viele Infos in so kurzer Zeit. Man muss bei Trinergy immer voll bei der Sache sein, sonst verliert man am Ende noch den Faden – wäre schade drum.

Voll beladen mit neuen Eindrücken geht´s ab ins Bett. Bin schon gespannt, was morgen auf uns zukommt.

 

// Tag 6

Aufsteh‘n, aufeinander zugeh’n … mit dem Ohrwurm bin ich heute um 7 Uhr morgens, fast zwei Stunden bevor mein Wecker geläutet hat, aufgewacht – ob das eine Vorahnung für den Tag ist? Wir werden sehen.

Nachdem ich meinen frühen Vormittag dazu genutzt habe, die bisherigen Tage bei Trinergy revue passieren zu lassen, öffnet sich um Punkt 10:00 der Saal. Eine viertel Stunde später geht es auch schon los.

Roman Brauns Inhalte lehnen sich heute wieder stark an Erickson an (war gestern auch so). Wir sprechen wieder über Feedback und wie wichtig die Qualität von Feedback ist. Oh, wo wir schon bei Qualität sind – heute gab es wieder einen „Lebensweisheit-Favoriten“ von mir: Stellen Menschen falsche Fragen, haben die Antworten eine schlechte Qualität. Das erinnert mich an meine Schulzeit, in der es unsere Lehrer fast in den Wahnsinn getrieben hat, wenn nach der Frage „Hat noch jemand Fragen dazu?“ das klassische: „Ich versteh´ das nicht“ – „Was verstehst du nicht?“ – „Alles.“ kam. Da kann keine hilfreiche Antwort folgen… Ich schweife ab. Heute Vormittag ging es übrigens Großteils um Freiheit – da darf man wohl mal abschweifen 😉

Nach der Pause Arbeiten wir am 7ten und alles entscheidenden Punkt: Party & Abschlusspräsentation. Am Anfang der Mittagspause sollen wir uns in 10er Gruppen auf einen Song (4 Songs??) einigen, den wir am Ende darbieten können. Erickson hatte die Idee, sich selbst für den Klienten ein Ziel zu setzen – Roman Brauns Ziel für uns: Zeig, dass du besser darin geworden bist, eine Party zu feiern. Party feiern? – Nichts leichter als das! Ok, wir haben noch andere Ziele z.B. 3 Leute dazu zu bringen, mit mir gratis zu essen und zu trinken. Eine Präsentation darüber, worum es in den letzten Tagen gegangen ist, soll auch dabei sein. Nachdem wir uns (endlich) auf einen Song geeinigt haben, schreiben wir ihn auf ein Kärtchen, damit unsere DJ´s eine Playlist für den Abend erstellen können (wozu brauchen wir eigentlich eigene DJ´s?).

Roman Braun geht wieder auf die Akupulsur ein, es gibt eine DVD dazu und ein 2-tägiges Seminar – mein Tag ist gerettet – ich seh´ mich jetzt schon vorm Fernseher sitzen (die DVD ansehen). Wir bekommen ein paar Fallbeispiele dazu und machen ein paar Übungen, dadurch bekomme ich ein deutlicheres Bild davon. Ende der Demonstration aber Vorschau für morgen: wir machen weiter bei einem 2ten Prozess der Akupulsur.

Mittagspause!! Ich gewöhne mich einfach nicht an das späte Mittagessen, der Hunger quält mich schon wieder seit Stunden.

Nach der Mittagspause wieder Übung und Plenum, bis 19:30. Dann coacht uns Mario Bottazzi. Wir machen Atemübungen, Tonleitern und unsere Generalprobe mit Feedback. Unsere Performance war mega chaotisch – ich hoffe, es klappt alles bei dem Auftritt. Ich bin schon nervös. Ob das was werden kann?

22:45 ist der Tag zu Ende. Dreiviertel elf?? Herrgott wie lange ich jetzt schon munter bin!

 

// Tag 7

Kaffeeee! (Motto des Tages).

Wie gewohnt öffnet der Saal um 10:00. Ich genieße meinen zweiten Kaffee, bis eine viertel Stunde später unser Plenum startet. Im Laufe des Vormittags geht es stark um finanzielle Themen, eine Kurzeinführung in Volkswirtschaftslehre, wenn man so möchte. Roman Braun bemerkt bei uns, dass sich unsere Vorstellung von uns selbst seit dem Beginn des Practitioners merkbar verändert hat. Ich merke das auch. Ich habe einen ganz anderen Blick auf Dinge, die mir vorher unmöglich erschienen sind. Was alles möglich ist, erklärt uns Roman Braun anhand von Beispielen von selbsterfüllenden Prophezeiungen, Placebos etc. Spannende Sache, aber: der Gedanke an Sport stärkt die Muskeln?? Ab heute erspare ich mir das Fitness-Center und träume auf meiner Couch von meinem Traum-Body – vielleicht hilft‘s 😉

Juhu, wir setzen die Akupulsur, mit dem was wir gestern gelernt haben, fort. Es fühlt sich bekannt und wohlig an, wie heim kommen. (Notiz an mich: Unbedingt diese DVD besorgen).

Um 12 Uhr eine kurze Pause.

Nach der Pause machen wir eine gemeinsame Abschlussübung. Ich werde diese gemeinsamen Aktivitäten vermissen. Dieses unbewusste Lernen ist hervorragend. Es ist wie gesundes Lernen. Wir bekommen Handouts für den Nachmittag, um sie mit unserem Nachbarn zu besprechen. Mit meinem heutigen Nachbarn habe ich schon einmal eine Gruppenarbeit zusammen gemacht, wir verstehen uns gut. Wir besprechen das Handout, schweifen dann aber ab, um uns ein Treffen in zwei Wochen auszumachen… Ich freue mich über die zahlreichen Gleichgesinnten hier.

Mittagspause. Wir gehen in einer Gruppe von 7 Leuten zu dem bereits genannten Asiaten. Wir sind alle schon sehr gespannt auf den Rest des Seminars.

Um 16:00 geht´s weiter. Wir bilden 10er Gruppen für unsere Nachmittags-Übung welche wieder von einem Plenum gefolgt ist. Der zweite Teil des Nachmittags dreht sich um die Klientenbetreuung und den Coaching-Prozess. Heute gab es ein frühes Ende um kurz nach 19 Uhr. Das Ende des Trinergy-NLP Practitioners ist in Sicht L

 

// Tag 8

Nur mehr drei Tage. Ich werde Trinergy und den Practitioner echt vermissen. Ich fühle mich mittlerweile wie bei einem Ferienlager. Ich kenne die Leute, der Ablauf (Vormittag Plenum, Mittag, Nachmittag Übungen) ist mir mittlerweile auch vertraut und ich habe Spaß. Ich habe noch gar nicht von den drei Typen berichtet, die Tringery einteilt. Die Drama-Typen (also die negativen Typen): Opfer, Täter, XX (hmm, fällt mir jetzt nicht mehr ein) oder die „guten“ Typen: Muse, Mentor und Macher.

Heute steht wieder ein langer Tag an. Bei Trinergy dauern die Tage von zehn bis zehn – aber sie vergehen schnell. Trotzdem sehr anstrengend. Ich hoffe, mein weiterer Seminarweg wird zwar gleich viel Spaß machen, aber weniger Stunden benötigen. Die letzten acht Tage habe ich keine Kontakte außerhalb des Seminars gehabt. Um halb elf bin ich nämlich immer ins Bett gefallen wie ein Stein.

So aber weiter im Trinergy-Pactitioner Programm 😉 Roman Braun hat uns bereits das Timeline Coaching näher gebracht. Es klingt simpel und erinnert mich an meine alten BAKIP-Tage. Es ist wie eine Fantasiereise, wo man sich sein Leben bzw. einen Abschnitt davon als Zeitlinie vorstellt. Darauf steckt man sich Zwischenziele. Stationen, die man sich richtig versucht vorzustellen. Ich finde es eine spannende Methode, da ich ein richtiger Prüfungsängstler bin und mir so den Weg zu den Prüfungen besser vorstellen kann. Nicht, dass in der nächsten Zeit noch Prüfungen auf mich warten würden, die Uni ist ja großartigerweise vorbeeiiii – yeah. Den Erfolg werde ich noch öfters feiern. Zugegeben manche Techniken (und auch einige Leute) sind ziemlich abgespaced und ich weiß nicht, wie viel ich mich mit diesen tatsächlich im Anschluss an das Seminar beschäftigen werde. Aber das Timeline Coaching wird wohl hängen bleiben. Auch meinen „Lebenslanges Lernen“-Vorsatz werde ich mir so ausmalen und vorstellen. Am Ende des Weges eine weise Frau? Maybe, Baby.

 

// Tag 9

Der vorletzte Tag bei Trinergy ist angebrochen, wie immer um zehn Uhr. Oh, ich habe noch gar nicht von dem seltsamen, „das Tor geht auf“-Ritual gesprochen. Haha. Die meisten von uns sind schon um halb oder dreiviertel zehn da und nutzen die Zeit noch, um vorher zu quatschen, sich Kaffee einzuflößen oder zu essen. Das Tor zum Plenum ist dabei aber immer geschlossen. Man darf auf keinen Fall in den Saal, bevor er nicht um 10 Uhr feierlich geöffnet wird. Er wird sogar bewacht. Man darf nicht einmal ausnahmsweise rein, wenn man am Vortag etwas vergessen hat. Und ja: Das passiert mir zirka jeden Tag. Das finde ich echt komisch. Was hat das bitte für einen Sinn?

Wo wir gerade bei Ritualen sind: Nicht nur die Tür geht jeden Tag pünktlich auf, sondern dann gibt es noch diese besondere Playlist, die einen sofort in Happy Mood bringt. Eines, der Lieder habe ich auch schon auf Youtube gefunden: https://www.youtube.com/watch?v=ainyK6fXku0 – William Shattner – Common People. Kann ich echt nur wärmstens empfehlen.

Heute nach dem Mittagessen hat sich meine Gruppe wieder getroffen, um unser Lied inklusive Tanz (!!!) zu proben. Oh Mann. Da gab es schon leicht Stress. Wir haben doch alle unterschiedliche Vorstellungen, wie wir morgen performen wollen. Mir ist es bis dato ja noch zu unordentlich. Naja… ist halt so. So hat Roman Braun wenigstens was zu lachen.

 

 

 

 

// Tag 10

Der letzte Tag beim Trinergy-NLP Practitioner. Auf geht’s! Wieder um 10 Uhr öffnen sich die Tore zum Plenum. Heute werden wir uns zum letzten Mal hin und her setzen sowie jedes Mal unseren Sitzpartnerwechseln. Ich habe mich leider erkältet und bin heute etwas müder als sonst – umso mehr hoffe ich, dass es ein kurzer Vormittag wird und ich schnell Mittagessen kann. Warme Suppe, olé. Auch heute hat Roman Braun seinen Kleiderkasten wieder ordentlich durchwühlt und die buntesten Kleidungsstücke für uns herausgekramt. So versucht er vielleicht die Aufmerksamkeit von Sekunde eins auf sich zu ziehen? Hihi.

13:00 Uhr Lunchtime. Danach werden wir nochmal unsere Tanzeinlage für heute Abend proben. Wir sollten alle mindestens zwei Leute einladen zu der Aufführung und anschließenden Party. Heißt: Nicht nur ganz Trinergy sitzt heute bei der peinlichen Einlage, sondern über 200 Gäste. Darunter auch meine Arbeitskollegin, die Trinergy gegenüber etwas skeptisch ist. Außerdem noch meine liebe Freundin, die für alles offen ist. Bei ihr bin ich mir 100 Prozent sicher, dass es ihr gefallen wird. Wir tanzen heute übrigens zu „Oh Happy Day“ – https://www.youtube.com/watch?v=r1nNdTyDZEs. Sister Act war schon immer ein Favorit von mir.

So, und nun noch ein kleiner Nachtrag am Tag danach: Gestern war der – wahrscheinlich jedem aus der Kindheit bekannte – „Bunte Abend“, wo jede Gruppe ihr einstudiertes Lied präsentierte. Oh my, das war richtig schräg. Aber wir hatten echt Spaß, denn alle Trinergy-Gruppen hatten ziemlich das gleiche zusammengebracht. Echt: Schallerndes Gelächter. Und dann war Big Party angesagt. Wie erwartet, hat sich meine Arbeitskollegin schnell augenrollend aus dem Staub gemacht, meine Freundin ist aber bis zum Schluss geblieben. WIR HATTEN SPASS. Danke Tringery und Roman Braun für diesen etwas verkorksten, witzigen Abend J

 

Ja, so viel zu meiner ersten Seminar Erfahrung. Es war witzig, ich habe viel mitgenommen und es hat mich emotional gepackt. Mal sehen, wie es nun weiter geht und was die nächste Weiterbildung mit sich bringt! Ich bin guter Dinge 😉

 

 

Advertisements