Und nochmal Practitioner..

Erfahrung von Kathi T.

Als ich am ersten Tag des Practitioners das Foyer des Rosenhotels betrat, war ich doch ein wenig aufgeregt. Zur Begrüßung standen – wie auch schon beim Kompakt – die Co-Trainer von Trinergy in ihren roten Leibchen bereit. Ich wurde sofort begrüßt, bekam mein Namensschild und wurde in die Gepflogenheiten des Hotels eingewiesen. Nachdem ich meinen Mantel in der Garderobe abgegeben habe und mich unter die Teilnehmer gemischt habe, entdecke ich auch zum Glück gleich ein paar bekannte Gesichter.

Roman Braun startet den ersten Tag gegen 10:15 Uhr, leger gekleidet mit einem bunten Hemd. Der Vormittag verfliegt nur so. Wir hören lustige Geschichten, ernste Geschichten und begonnene Geschichten, wo ich merke, dass ich schon wissen will, wie sie enden. Ich warte halt einmal ab, das kommt ja sicher noch. Zwischendurch machen wir Übungen in 2-er Gruppen, tauschen uns über Inhalte aus, lachen viel und werden auch viel zum Nachdenken angeregt.

Gegen 12 Uhr machen wir die erste Pause. Ich ziehe mich ein wenig zurück, möchte die von Roman Braun übermittelten Inhalte etwas sickern lassen und beobachte die anderen Teilnehmer und Teilnehmerinnen. Die nächste Einheit ist ähnlich dem Vormittag und dient auch zur Vorbereitung der Übungen, die wir nach der Mittagspause selbst machen. Hier macht Roman Braun eine Demonstration der Übung mit einer Teilnehmerin.

Nachmittags ist Übungszeit. Roman Braun zieht sich zurück, Viktoria Wunder übernimmt den Lead und die Zeitpläne. Die vielen Co-Trainer, die während der Übungen immer wieder zuhören, machen mich persönlich etwas nervös, weil ich mich doch nicht so ganz sicher in der Durchführung der Übungen fühle. Andererseits ist es ja auch ganz praktisch, denn wir können sie alles fragen, was unklar ist. Mir persönlich sind die Co-Trainer von Trinergy lieber, die einfach da sind, wenn man etwas braucht, als die, die sich ständig ungefragt einmischen.

Roman Braun übernimmt abends den Abschluss, fragt nach wie es uns so ergangen ist und einige berichten von ihren Erfahrungen. Gegen 19:30 Uhr endet der Tag und ich fahre nach Hause. Da an dem einen Tag  bereits soviel passiert ist, habe ich das Gefühl, dass der Seminartag mindestens 18 Stunden gehabt haben muss J.

Die Seminartage laufen organisatorisch alle gleich ab. Vormittag Geschichten – Metaphern wie ich heute weiß, Inhalte, kurze Übungen, nach der Vormittagspause demonstriert Roman Braun die Übung zum Nachmittag und die Teilnehmer haben hier in diesen Demonstrationen auch die Gelegenheit ihre persönlichen Themen von Roman Braun persönlich mit dem entsprechenden Prozess, der an diesem Tag gerade dran ist, zu bearbeiten. Nach der Mittagspause, die meist erst gegen 14.30 Uhr beginnt – schön langsam gewöhne ich mich dran – ist Übungszeit und abends schließt Roman Braun den Tag ab. An einigen Abenden geht es bis 22 Uhr. Wir wissen nur, dass es ein Abendprogramm gibt, erfahren allerdings meist erst recht spät, was es ist.

 

Das Seminar von Trinergy ist vom ersten bis zum letzten Tag durchorganisiert. Ich habe das Gefühl, dass fast jede Minute geplant ist. 2 x gab es mittags Kuchen, weil ein Teilnehmer Geburtstag hatte. Wir haben „Happy Birthday“ gesungen und gratuliert.

Ab dem 3. Tag müssen wir in der Mittagspause gefühlte 1000 Sätze zur Hypnorhetorik schreiben, das macht mir ganz schön Stress. Ich bewundere die Seminarteilnehmer, die gemütlich essen gehen und dies in den letzten 10 Minuten der Pause erledigen. Ich muss das gleich machen, dann kann ich mich in Ruhe hinsetzen und entspannen. Was bin ich erleichtert als das geschafft war.

Aufregung gibt es auch oft am sogenannten „Marktplatz“. Es gibt ein von Trinergy ausgeklügeltes System der wechselnden Dreiergruppen bei den Übungen in eine bestimmte Richtung. Vertut sich ein Teilnehmer und wechselt nicht richtig, dann geht es sich schon nicht mehr aus, dass jeder in der richtigen Reihenfolge alle Positionen durchläuft. Da springen dann auch hin und wieder Co-Trainer oder Master ein.

Ab Mittwochabend beginnen bereits die Partyvorbereitungen für Samstag. In der Abendeinheit proben wir in mega-kurzer Zeit unsere Auftritte in unseren 10-er Gruppen. Ganz einig sind wir uns in der Gruppe auch nicht was wir tun sollen und hin und wieder ist eine knisternde Spannung zu spüren. Wir wollen ja alle, dass es richtig gut ist – nur gibt es unterschiedliche Meinungen was denn nun wirklich gut ist. Der Zeitdruck ist enorm und ich merke, dass der ein oder andere auch nervös wird. Ich gehöre auch dazu. Perfektion und Zeitdruck passen nicht zusammen, ist meine Erkenntnis.

Was noch Teil des Seminares ist, sind die 10-er Gruppen. Es gab während den 9 Tagen 3 Runden in der sogenannten 10-er Gruppe. Hier gibt es einen fixen „Groupie“ – von Trinergy auserwählt – und einen „Flying Groupie“ – beide sind Co-Trainer. Hier werden auch bestimmte Inhalte an uns weitergegeben und wir haben weiters die Möglichkeit persönliche Punkte einzubringen.

In der Früh, vor Beginn der Übungen, die während des Plenums stattfinden und am Beginn der Mittagspause sehe ich die Co-Trainer immer wieder mit Roman Braun im Kreis zusammenstehen. Was sie dort wohl immer besprechen? Ist wohl Teil des Seminardesigns, das ich erst erfahren werde, wenn Trinergy mich nach dem Trainer als Co-Trainer auswählt.

Die letzten Tage empfinde ich bereits entspannter, ich habe mich an die Abläufe gewöhnt, habe einiges an Hürden und persönlichen Herausforderungen gemeistert und gefühlte 100 Glaubenssätze entdeckt. Ich bin etwas müde und bewundere die Seminarkollegen und –kolleginnen, die voller Energie sind und täglich noch bis weit nach Mitternacht mit den anderen zusammensitzen. Dazugesellt habe ich mich abends auch ein paar Mal, aber war dann froh auch wieder alleine zu sein und die Ruhe zu genießen.

Krönender Abschluss dieser 9 Tage war unsere Party. Die Aufführung ist mehr oder weniger gut gelungen – wir hatten Spaß, das war das Wichtigste. Zum Glück können wir nicht wirklich Gedanken lesen, auch wenn ich gerne gewusst hätte, was sich der ein oder andere Gast gedacht hat. Getanzt haben wir dann noch bis 2 Uhr in der Früh in der Orangerie und auch wenn ich müde war, hatte ich phasenweise dennoch das Gefühl ich könnte auch Bäume ausreißen.

 

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